Tierschutz im Alltag – ohne Probleme

Tierschutz ist einfach, und er fängt im Alltag an. Auch, wenn Sie selber keine Tiere haben, können Sie durch Ihr Verhalten dafür sorgen, dass weniger Tierleid in der Welt vorkommt.

Ein paar Tipps – sie mögen alle wie Binsenweisheiten klingen – möchten wir Ihnen hier geben.

 

Die wenigsten Hühner leben so, wie es im Bild zu sehen ist. Die meisten leben in industrieller Tierhaltung als Eierproduzent. Grundbedürfnisse wie Tageslicht, Scharren, Frischluft und Auslauf werden nur in minimalem Ausmaß erfüllt.

Daher reduzieren Sie Tierleid, wenn sie weniger Eier konsumieren, und beim Konsum auf die Haltungsform achten. Freilandhaltung ist tiergerechter als Bodenhaltung (die ist meist in einer Halle), ökologische Haltung ist besser als konventionelle Freilandhaltung. 

Die Eier werden zwar teurer, aber Sie reduzieren ja auch den Konsum an Eiern, das gleicht sich also aus.

Drei Schnitzel für zwei Euro oder ein tiefgekühltes Huhn für drei Euro sind heute übliche Marktpreise.

Angesichts der mit der Verarbeitung verbundenen Personalkosten liegt auf der Hand, dass der billigste „Produktionsfaktor“ das Tier ist. Billig produziertes Fleisch führt aber trotz aller Siegel, die die Industrie sich ausdenkt, zwangsläufig zu Haltungsbedingungen, die für Menschen mit Mitgefühl unerträglich sind.

Auch hier können Sie ihren Fleischkonsum redzieren und statt günstigen Produkten solche von Bioanbietern wählen. 

Sie tun so nicht nur etwas für die Tiere, sondern auch für die Umwelt und ihre Gesundheit.

Heutige Milchkühe sind hochgezüchtete Chemielabore, in denen Milch produziert wird. Und das in einem Ausmaß, dass den Tieren wenn sie nicht  täglich gemolken werden, die Euter platzen. Und nach wenigen Jahren, wenn die Erträge sinken, werden sie geschlachtet.

Dabei leiden bei uns 15% der erwachsenen Menschen an Laktoseintoleranz und können mit Milch gar nichts anfangen – für sie wird extra die Laktose wieder aus besonderen Produkten entfernt. 

Ganz abgesehen vom hohen Fett- und Eiweißgehalt.

Pflanzliche Produkte wie Mandel- oder Sojamilch sind nicht weniger gesund als Kuhmilch und führen nicht zu Tierleid. Gleichzeitig wird bei ihrer Produktion kein Treibhausgas erzeugt (Kühe erzeugen nämlich das klimaschädliche Methangas). Und das Argument, die pflanzlichen Alternativen seien Industrieprodukte, ist auch schnell als unerheblich erkennbar, wenn man daran denkt, dass die Milch aus dem Supermarkt dank Pasteurisierung, Homogenisierung, Fettreduktion etc. auch nicht mehr so viel mit der Milch zu tun hat, die gemolken wurde.

Auch hier gilt: Wenn es Milch oder Milchprodukte sein müssen, dann lieber weniger (auch hier tun Sie ganz nebenbei wieder viel für Umwelt und Gesundheit), dafür aber Bioprodukte.

Wenn Sie Kleidung kaufen, dann können sie auch Tierleid meiden.

Offensichtlich ist das bei Pelzbekleidung. Der hier abgebildete Mink oder Amerikanische Nerz ist die Tierart, die für Nerzmäntel auch in Deutschland gezüchtet wird. 

Der Jäger wird dazu in Käfigen gehalten und nach der ersten Fellwechsel zum Winterfell vergast, um eine unversehrtes Fell zu erhalten.

Wenn Sie Fellkleidung haben wollen, sind aber auch andere echte Fellsorten aus Tierschutzsicht nicht empfehlenswert. 

Tipp: Kunstfelle wirken heute so echt, dass man sie mit dem Auge nicht vom Original unterscheiden kann.